Aquarell, Geometrie, Yin und Yang, grüne Landschaft, abstrakte Geometrie, schwarz-weiß
Aquarell

Auflösung der Ketten

Zu diesem Aquarell hat sich Sabeth Faber von dem Dichter Matthias Claudius (15.08.1740 – 21.01.1815) inspirieren lassen. In seinem Werk „Asmus omnia sua secum portans“ heißt es u.a.: „Die Menschen tragen Ketten und sind Sklaven; aber sie sind nicht geboren, es zu sein, und haben die Hoffnung nicht verloren, wieder frei zu sein.“ Sicherlich hatte der Schriftsteller Menschen im Blick, die tatsächlich Sklaven sind und ja, er wird es vermutlich auch im übertragenen Sinne gemeint haben. Die Künstlerin verbindet diese Worte aber auch mit unserer Gegenwart, beispielsweise mit der Bewegung „Black Lives Matter“.

Das Aquarell zeigt zwei Kreise, in dem sich jeweils ein weißer Mensch befindet. Hierbei handelt es sich nicht um die Hautfarbe, wie die Künstlerin es ausdrücklich betont, sondern um eine Art Leerstelle, in der sich alle Menschen wieder finden können. Die Menschen hocken im Dunklen (schwarz), da die Kette noch um sie herum ist. Aus einer gewissen Entfernung mutet das weiß-schwarz Innere der Ketten an Yin und Yang an.
Der äußere Rand der Ketten befindet sich in Auflösung. Eingebettet sind die beiden Kreise in einer grünen Landschaft, die für die Hoffnung steht.


> Das Aquarell gehört zur Werkgruppe Literatur wie auch beispielsweise Der Beobachter in der blauen Jacke.

Aquarell, Geometrie, Yin und Yang, grüne Landschaft, abstrakte Geometrie, schwarz-weißTitel: Auflösung der Ketten 
Aquarell auf Papier
fertig gestellt: 26.06.2020
Größe: 24 cm x 17 cm
Signatur: hinten


> Mehr zum Thema: siehe Miniaturen 

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