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Der erneute Schrei

Wie schon in Der Sturm angedeutet, macht die gegenwärtige braune Hetze der Künstlerin Angst, treibt sie um. Gegen ihre Angst hilft ihr vor allem das Malen. Um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, wählte sie das Thema Der Schrei, angelehnt an Edvard Munch (12.12.1863 – 23.01.1944), drückte dies expressionistisch aus.

Der Raum wölbt sich, im Vordergrund ist ein grauer Stuhl mit roter Armlehne. Im Hintergrund ist eine schwarze Armlehne, die zugleich zu einem eckigen Mund wird und somit Teil des Gesichtes ist. Eine Art Holzgerüst bildet den Rahmen des Kopfes, aus dem die Augen und eine um 180 Grad gedrehte lange Nase (wer denkt da nicht an Pinocchio) hervorsticht. Seitlich am Holzgerüst ist ein Ohr und auf dem Gerüst gehen zwei dunkle Hörner, eine Art Hirschgeweih, zur Decke.

Der Großteil des Raumes ist braun, wirkt unangenehm, ein Raum, den man zügig verlassen möchte, nichts lädt zum Verweilen ein. Und man kann davon ausgehen, genau das war die Absicht von Sabeth Faber. Der Faschismus soll uns nicht einladen, im Gegenteil, man sollte dagegen angehen.

 

> Das Aquarell gehört zur Werkgruppe Kunst wie auch beispielsweise Besuch bei Rembrandt.

Angaben zum Bild:

Titel: Der erneute Schrei
Aquarell auf Papier

fertig gestellt: 12.02.2020
Größe: 17 cm x 24 cm
Signatur: hinten

Mehr zum Thema: siehe Miniaturen 

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