Ludwig van Beethoven, Salzburger Festspiele, Meer, Doktorfisch, Tintenfisch,
Aquarell

Gespräch

Von den Salzburger Festspielen inspiriert, insbesondere von den Klaviersonaten des Komponisten Ludwig van Beethoven, gespielt von dem Pianisten Igor Levit, ließ sich Sabeth Faber bei der Sonate Nr. 12 As-Dur op. 26 (besteht aus vier Sätzen) zu einem eher ungewöhnlichen Bild hinreißen.

Ludwig van Beethoven komponierte die Sonate laut Wikipedia (: Klaviersonate Nr. 12) zwischen 1800 und 1801. Gewidmet hat er es dem Fürsten und einer seiner wichtigsten Mäzen Karl von Lichnowsky (21.06.1761 – 15.04.1814). Allgemein wird diese Sonate auch als „Grande Sonate“ bzw. „Große Sonate“ bezeichnet.

Der Erste Satz (Andante con variazioni, As-Dur) besteht vor allem aus Variationen, die, wie Igor Levit im Podcast 32mal Beethoven vom Bayerischen Rundfunk es als Gespräch bezeichnete. Sabeth Faber nahm diese Idee auf, malte einen Tintenfisch und Doktorfisch, die im grün-türkisen Wasser sich einander zuwenden und ein Gespräch führen?
Die beiden Fische befinden sich im Wasser, man schaut also in eine Art Tiefsee. Für die nächsten Sätze wählte die Künstlerin einen Perspektivwechsel, denn nun sieht man etwas, was auf dem Wasser geschieht. Links im Bild ist der Zweite Satz (Scherzo: Allegro molto, As-Dur), der immer wieder seine Dynamik ändert, daraus machte die Künstlerin eine aufwühlende See. Hingegen ist der Dritte Satz (Marcia funebre sulla morte d’un eroe, as-Moll), auch bekannt als Trauermarsch, eher ruhig, wie auf der rechten Seite. Die See liegt ruhig da. Der Vierte Satz (Allegro, As-Dur), der eher Heiterkeit verbreitet, wurde von der Künstlerin als Himmel dargestellt. Man kann vage die Bergspitzen erkennen, die Farben sind hell. Jedoch ist es für Betrachter*innen nicht ganz einfach, die Abgrenzung zwischen der See und dem Beginn der Berglandschaft bzw. dem Horizont zu erkennen. Im Gespräch mit der Künstlerin wurde deutlich, dass sie dies ganz bewusst wählte, um zu veranschaulichen, dass die Sonate ein Ganzes darstellt, auch wenn es für die Zuhörer*innen sich teilweise wie verschiedene Stücke anhört.

Während sich die Künstlerin das Konzert mit Igor Levit anhörte, malte sie in Wenn Verzweiflung zur Musik wird sowie in Beethovens Burgmauer jeweils ein Meer mit einem Strand. Ähnlich wie in Ich bin da! löste sie sich nun bei dem vorliegenden Aquarell ein Stück weit von diesem Bild, wobei sie ihrem Motiv Meer treu blieb. Doch nun nahm sie sich mehr Freiheiten.

> Das Aquarell gehört zur Werkgruppe Musik wie auch beispielsweise Elektra und das Band.

Angaben zum Bild:
Ludwig van Beethoven, Salzburger Festspiele, Meer, Doktorfisch, Tintenfisch,Titel: Gespräch
Aquarell auf Papier
fertig gestellt: 27.08.2020
Größe: 17 cm x 24 cm
Signatur: hinten


> Mehr zum Thema: siehe Miniaturen

 

 

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