Malen nach Musik, Beethoven, Salzburger Festspiele, Igor Levit, Sonne, Blitz, Baum, Marienkäfer, Modern Art, Aquarell

Ich bin da!

Der Pianist Igor Levit hat für heuer alle 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven (17.12.1770 – 26.03.1827) eingespielt, die unter anderem während der Salzburger Festspiele von ihm vorgetragen wurden. Das war sicherlich eine Mammutaufgabe, die sich gelohnt hat. Beim Bayerischen Rundfunk wurde mit ihm und seinem Freund und Beethoven-Kenner Anselm Cybinski ein Podcast mit 32 Folgen zusammengestellt.

Klaviersonate Nr. 1 f-Moll op. 2/1 besteht aus vier Sätzen (: laut Wikipedia: Erster Satz: Allegro, in f-Moll; Zweiter Satz: Adagio, in f-Dur; Dritter Satz: Allegretto, in f-Moll sowie in f-Dur, Vierter Satz: Prestissimo, in f-Moll), im Aquarell dargestellt anhand des Baumes, der aus vier Farben besteht. Die Farben orientieren sich von links nach rechts, vom Ersten bis zum Vierten Satz. Der letzte Satz verbreitet eine traurige und schwere Stimmung, dass durch das violette symbolisiert wurde. Sabeth Faber orientierte sich hierbei am katholischen Ritus, bei dem während der Fastenzeit, Bußgottesdiensten und ähnliches Priester eine violette Stola tragen.
Insgesamt wirkte die Sonate  auf die Künstlerin Schwermütig zugleich vermittelte es ihr auch eine gewisse Leichtigkeit. Während sie sich das Stück anhörte, entstand das Bild eines Baumes, der standhaft ist, seine Äste ragen in den Himmel. Der Baum ist blattlos. Aufgrund der vier Farben wirkt er jedoch nicht tot, sondern als einer, der aus seinem Winterschlaf erwacht ist, der Frühling ist angebrochen (der Marienkäfer ist ein möglicher Hinweis) und der Baum zeigt, was in ihm steckt, genauso wie Beethoven es mit seiner Sonate getan hat. Igor Levit beschreibt es im Podcast als Ich bin da!!!!! Die Künstlerin macht dies, neben dem Baum, auch anhand der Sonne deutlich, denn eines der Strahlen ist gar kein Sonnenstrahl sondern ein Blitz, zumindest kann man dies aufgrund der Zackigkeit daraus schließen.
Insgesamt hielt die Künstlerin die Sonate in einer einfachen Struktur fest, die Komplexität der Musik wird vor allem durch die Verwobenheit der Äste versinnbildlicht.

Bemerkenswert ist, wie aus dem ersten Entwurf Wenn Verzweiflung zur Musik wird seitens der Künstlerin, in dem sie die Sonate in naiver Form wieder gibt, in der nächsten Fassung Beethovens Burgmauer sich noch nah an ihrem Entwurf orientierte und nun zwar die Gedanken mit in dieses Aquarell aufnahm, jedoch zu einem gänzlich anderen Bild entwickelte.

Malen nach Musik, Beethoven, Salzburger Festspiele, Igor Levit, Sonne, Blitz, Baum, Marienkäfer, Modern Art, AquarellTitel: Ich bin da
Aquarell auf Papier
entstanden: 25.08.2020
Größe: 17 cm x 24 cm
Signatur: hinten


 

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...