Nacht der Lichter, Siegen, Kerzen, Fischbacherberg,

Gemeinsames Gedenken

Am kommenden Sonntag (18.04.2021) lädt unser Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie ein. Dass unser Bundespräsident eine Gedenkfeier plant, wusste ich schon länger, heute hörte ich es nochmals im Radio und habe unter anderem dadurch erfahren, dass diese Feier umstritten ist. Ich persönlich finde es gut, dass ein gemeinsames Gedenken stattfindet, die Zahl der Toten steigt täglich und das Ende der Pandemie ist noch nicht in Sicht.

Als ich den Beitrag heute im Radio hörte, machte ich mir so meine eigenen Gedanken dazu. Fast täglich stelle ich zum Andenken der Toten eine Kerze ins Fenster (ebenfalls eine Idee vom Bundespräsidenten), für Sonntag gehen mir verschiedene Ideen durch den Kopf, wie Kerzen im Garten aufzustellen (der bei uns öffentlich zugänglich ist), vielleicht lege ich noch ein paar Blumen dazu, je nachdem, was mein Budget so hergibt.

Bisher hatte ich in der Pandemie großes Glück gehabt, keiner meiner Verwandten oder Familienmitglieder ist an Corona erkrankt oder gestorben. Aber die wachsende Zahl der Betroffenen stimmt mich nachdenklich, ebenso die Berichte über Langzeitfolgen. Dass diese Pandemie uns verändert, ist für mich naheliegend, sie kann nicht spurlos an uns vorbei gehen. Was mir dabei Sorge bereitet, ist, welche Richtung diese Veränderungen einschlagen wird, wird das soziale Miteinander verstärkt oder wird die Ellenbogengesellschaft signifikant zunehmen? Wird es uns gelingen, die Gesellschaft zusammen zu halten oder wird sie noch weiter auseinander driften? Schaffen wir es all jenen Betroffenen (auch in wirtschaftlicher Hinsicht) eine lebenswerte Zukunft zu geben oder werden sie mit ihren Ängsten und Sorgen allein gelassen?


Quellenangabe:

Vgl. Bundespräsident (): Bundespräsident Steinmeier lädt ein zum gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie, zuletzt besucht am 16.04.2021 

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