Corona, Pandemie, Covid-19

Schockstarre

Zum ersten mal erlebte Sabeth Faber sehr bewusst, was es für die Kreativität bedeutet, wenn man sich in einer Schockstarre befindet. Ihr Pandemie, Covid-19, Corona, Geometrie, Muster, Grundfarbenging es ähnlich wie Millionen von Menschen auch, als die Kontakte arg eingeschränkt wurden, als ein normales Leben von heute auf morgen nicht mehr möglich war, als all die Gewohnheiten plötzlich eingetauscht werden mussten gegen Ungewohntem. Darauf musste sich die Künstlerin erst mal neu einstellen. Ihr war es daher in den vergangenen Wochen nicht möglich, die jüngsten Ereignisse in ein Bild zu packen, erst als sie begann, sich die Gretchenfrage zu stellen: WER BIN ICH? fielen ihr die ersten Ideen ein.

Die Grafik zeigt ein geometrisches Muster, reduziert auf die Grundfarben (rot, gelb, blau, schwarz, weiß) bis auf die Pflanze, die hauptsächlich auf Linie ist, ein Blatt traut sich gar ein wenig aus der Reihe zu tanzen.
Falls das einem irgendwie bekannt vorkommt, ja, die Künstlerin hat sich von dem Künstler Piet Mondrian (07.03.1872 – 01.02.1944) inspirieren lassen. Als sie eines seiner Werke aus seiner Spätphase sah, fragte sie sich: Ist das Kunst? Als sie dann aber die ersten Informationen zu diesen Bildern erhielt, war sie davon fasziniert. Man kann es so sehen: Sabeth Faber arbeitet sich ein Stück weit an dem niederländischen Maler und an der Pandemie ab. Wenn sie dabei auch noch kreativ sein kann, umso besser.

Der ausgehöhlte Fisch >

Angaben zur Grafik:
Titel: Schockstarre
Grafikgröße (B x H): 1683 x 3157 px
Original: Bestandteil der Banderole von etwa 14 Meter


> Mehr zum Thema: Tagebuch einer Pandemie 

> Siehe auch: Kurt Tucholsky (): Spanische Krankheit?  

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