Kalenderblatt: 23. September




Suzanne Valadon

Mit der Pariser Kunstszene kam Suzanne Valadon schon in ihren Jugendjahren in Kontakt, eigentlich war es ein Schicksalsschlag, der sie ihren Lebensweg zu verdanken hat. Als Jugendliche ging sie zum Zirkus, da ihr sehnlichster Wunsch war, eine Trapezkünstlerin zu werden, doch bei einem ihrer Sprünge erlitt sie einen Unfall. Nun wurde sie für etliche Künstler (z.B. Auguste Renoir) ein beliebtes Modell, was sie alle zunächst nicht ahnten, dass sie selber Stift und ein Blatt Papier in die Hand nahm und zeichnete. Zufällig entdeckte Auguste Renoir und andere ihre wahre Leidenschaft, und unterstützten sie. Sie malte bevorzugt Porträts, auch Selbstporträts, doch zwischen all diesen Bildern kann man auch andere Motive entdecken, wie in „Nu au canapé rouge“ (1920).

In expressionistischer Manier liegt eine nackte Frau auf einem roten Kanapee. Die Frau sowie die Unterlage und die Liege wurden von ihr mit einem schwarzen Strich umrandet, eine Vorgehensweise die man unter anderem von dem russischen Maler Alexej von Jawlensky kennt. In knalligen bunten Farben ist die Decke und das Kanapee gehalten, der Raum in Schräglage ist in blau-braunen Tönen. Durch die Schräglage des Raumes gewinnt man den Eindruck, als würde nicht nur die Frau vom Kanapee rutschen sondern auch die Liege am Betrachter vorbei gleiten. Die Frau (vermutlich ein Selbstporträt) schaut in den linken Bereich, unklar bleibt, ob sie etwas konkretes anschaut oder mehr vor sich hinträumt.

Geboren wurde Suzanne Valadon mit dem bürgerlichen Namen Marie-Clémentine Valadon am 23. September 1865 in Bessines-sur-Gartempe. Sie hinterließ nach ihrem Tod (07.04.1938) einen Sohn, der Nachwelt ein umfangreiches Œuvre.

Siehe vollständige Grafik: Sonnenwachs über den Dächern


Quellenangabe: Wikipedia (): Suzanne Valadon, zuletzt besucht am 28.12.2020

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