1858

Georg Peter Groß

Obgleich Georg Peter Groß seine Ausbildung zum Künstler noch nicht abgeschlossen hatte, konnte er seine Landschaftsbilder und Stadtansichten in dem gerade eröffnetem Kunstverein Stuttgart ausstellen. Daraus kann man schließen, dass er möglicherweise einen der Gründerväter persönlich kannte, nämlich den Maler und Juristen Carl Urban Keller (26.10.1772 – 15.03.1844). Nicht nur, dass er bis 1843 seine Bilder dort ausstellen konnte, er profitierte auch finanziell davon, denn der württembergische Hofdispositionsfonds bezahlte einige seiner Gemälde.

Robert von Mohl, porträtiert von Georg Peter Groß (1846), Gemeinfrei

1846 erstellte Georg Peter Groß das Porträt von dem Professor „Robert Mohl“ (17.08.1799 – 05.11.1875), der unter anderem ein Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung war. Den Staatswissenschaftler porträtierte er, als dieser sich in die Politik einmischte und dadurch seine Lehrbefugnis verlor.
Sicherlich hat Robert von Mohl großen Wert darauf gelegt, dass er in seiner Berufskleidung, also in seiner Gelehrtenkleidung dargestellt wird, vielleicht um zu demonstrieren, wem sie die Lehrbefugnis entzogen haben. Neben der schwarzen Robe und dem weißen Schal mit der dazugehörigen goldenen Kette ist rechts noch ein Abzeichen, ein Kreuz dargestellt. Durch die braunen Haare und Bart wirkt er relativ jung, jedoch wirkt sein verschlossener Mund verbissen, während seine Augen das Publikum direkt anschauen, was auf eine gewisse Offenheit hinweist. Der Hintergrund ist braun und oben rechts ist das Wappen seines Adelsgeschlechts mit Angaben seines Namens „Robertus de Mohl“ und der Angabe seines beruflichen Status mit Jahreszahl seiner Professur.
Den Professor hat der Maler in der sehr typischen Weise der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts porträtiert.

Georg Peter Groß starb am 29. April 1858 in Schwäbisch Hall im Alter von 76 Jahren.

> Infos zur Grafik: Rathaus von Schwäbisch Hall


Quelle:
Vgl. Wikipedia (): Georg Peter Groß (Maler), zuletzt besucht am 07.12.2021


 

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