Ludwig Gies

Kunstszene („Entartete Kunst“ im Dritten Reich): 27. Januar




1966

Ludwig Gies

Der Bildhauer Ludwig Gies bekam sehr früh zu spüren, was es bedeutet, wenn man die Kunst nicht dem Mainstream unterwirft. Sein sogenanntes „Lübecker Holzkruzifix“ wurde 1921 im Lübecker Dom ausgestellt, der Münchner Kardinal Faulhaber empfand das „schmerzverzerrte Gesicht“ von Jesus als Gotteslästerung. Genau dieses Kruzifix wurde auch im Rahmen der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ (Beginn am 19.07.1937 in München) gezeigt, da der Kopf als Anschauungsobjekt für die Schandausstellung galt.

Nach 1945 konnte der Bildhauer seine Tätigkeit wieder aufnehmen, unter anderem hing sein Bundesadler (auch unter dem Titel „Fette Henne“ bekannt, 1953) als Wandrelief im Plenarsaal im Bonner Bundestag.

Ludwig Gies starb am 27. Januar 1966 in Köln.

> Mehr zum Thema: Entartete Künstler*innen im Dritten Reich / Kunstszene /


Quellen:

Vgl. Ingeborg Schwenke-Runkel (): Fünfzig zum Fünfzigsten, Kölner Stadtanzeiger vom 23.12.2001, zuletzt besucht am 08.06.2021

Vgl. Wikipedia (): Ludwig Gies, zuletzt besucht am 08.06.2021

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...