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12. Februar 2021 Von John Smith Aus

Boléro: Manche Dinge kommen langsam aber gewaltig

Als das Orchesterstück „Boléro“ von dem französischen Komponisten Maurice Ravel (07.03.1875 – 28.12.1937) am 22. November 1928 in Paris uraufgeführt wurde, kommentierte es eine Frau aus dem Publikum: „Der Mann ist ja verrückt!“ woraufhin der Komponist lakonisch reagierte: „Die hat’s kapiert.“

In den sogenannten Goldenen Zwanziger war das Publikum eher andere Musikstücke gewohnt, daran hatte auch ein Arnold Schönberg (13.09.1874 – 13.07.1951) nichts ändern können, und so war es von Maurice Ravel gewagt, der er es auch nur deshalb komponierte, weil es die Tänzerin Ida Rubinstein (03.10.1883 – 20.09.1960) bei ihm in Auftrag gegeben hatte.
Genauso verrückt und gewagt ist es, dieses Orchesterstück zur Grundlage der gleichnamigen exklusiven Faltkarte mit Fadentechnik zu erstellen.
Das Musikstück lebt von Wiederholungen. Bei jeder Wiederholung steigen weitere Instrumente ein, gewinnt so an Energie und Kraft.
Beginnen tut es zunächst eher zaghaft, auf der Karte ist es der rote Oberkörper der Frau, das oben als ein schmales Dreieck beginnt, sich dann erweitert, Konturen annimmt. Der Rock schließt sich nahtlos an den Oberkörper, nimmt in der Breite den größtmöglichen Raum ein. Er besteht aus Facetten in den Farben Dunkelrot, Rot und Rosa. Die einzelnen Farben sind eingebettet meist in einer Art U-Form, welches auf der gegenüberliegenden Seite an einem Punkt zusammengeführt wird.
Vom Gefühl her endet das Musikstück abrupt, als würde es eine Vollbremsung hinlegen. Dies wurde von Sabeth Faber abgeändert, der Rock endet rechts unten mit einem weiten Bogen. Das einzige zackige an diesem Bild ist das schwarze Dreieck unten rechts, welches man wohl als ein Bein von einem Mann, der einen feierlichen schwarzen Anzug trägt, interpretieren darf.

Als ein zehnjähriger Hochzeitstag von Freunden der Siegener Künstlerin bevorstand, kreierte sie diese Karte und auch zum Valentinstag kam sie zum Einsatz.

Damals war das Publikum bei der Uraufführung nicht ganz von dem Musikstück überzeugt. Doch schon bald wurde es in Musik, Tanz und Kunst adaptiert. Manche Werke benötigen für ihre Wirkung Zeit oder anders ausgedrückt: Manche Dinge kommen langsam aber gewaltig (frei zitiert nach Ina Deter).

Angaben zur exklusiven Faltkarte:
Titel: Boléro
Größe (B x H): ca. 10,5 x 14,8 cm
Ausstattung: Faltkarte; innen mit Leinenpapier (Möglichkeit eines persönlichen Grußes und ähnliches)
Preis: 16,90 (je Faltkarte), zzgl. Versandkosten

Bei Interesse senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Materialverwendung und Herkunft (sofern ermittelbar):
Roter, Dunkelroter, Rosa und Schwarzer Faden aus 100% Polyester (vermutlich Made in Germany), Karte aus 200g/m2 (Made in Austria)


Quellen:
Vgl. Xaver Frühbeis (): Was heute geschah – 22. November 1928. Ravels „Boléro“ wird uraufgeführt, Bayerischer Rundfunk – Klassik, 22.11.2016; zuletzt besucht am 06.09.2021
Vgl. Wikipedia (): Boléro, zuletzt besucht am 12.02.2021


 

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