20. Juli 2021 Von John Smith Aus

Salve Regina!

Bald feiert St. Marien in Wenscht wieder einen Kräutergottesdienst und Sabeth Faber wird ihn mit vorbereiten. Doch unter PandemieBedingungen muss man sich schon mal etwas einfallen lassen und die Künstlerin ließ sich etwas einfallen. Als sie neulich bei ihremEntspannten Wochenendeeine Krause-Distel (die der Mariendistel ähnelt) entdeckte, fotografierte und skizzierte, sponn sie den Gedanken weiter und kreierte „Salve Regina!“. Hierbei verbindet sie gleich zwei Vorstellungen, zum einen ist ihr das gleichnamige Lied sehr geläufig, zum anderen hatte sie vermutlich das Ölbild „Sixtinische Madonna“ von Raffael (28.03.1483 – 06.04.1520) im Kopf.

Die Mariendistel mit einer pink-rosanen Blüte und zwei ungeöffneten Blüten (jeweils links und rechts) bildet das Zentrum dieser exklusiven Faltkarte. Die linke ungeöffnete Blüte berührt den blauen Vorhang, die rechte berührt die Himmelspforte (hellblau). Der Weg ist markiert mit teilweise roten Dreiecken.
Darstellungen von der Madonna zeigen sie üblicherweise in einem roten Kleid mit einem blauen Mantel. Die Siegener Künstlerin übernimmt diese typische Farbgebung, jedoch ist bei ihr, anstelle des Mantels der Vorhang Blau und anstelle des Kleides der Weg Rot.
exklusive Faltkarte, Fadentechnik, moderne Kunst, Mariendistel, Himmelspforte, Vorhang,Das Blatt der Distel ist fünfgliedrig, obgleich es in der Natur zackig und mit Dornen vorkommt. Diese Vorgehensweise kann man auf zweierlei Weise interpretieren, zum einen könnte es sich um einen angedeuteten Fuß handeln, zum anderen einen Hinweis auf das Wesentliche, abgeleitet von Quintessenz, nach der aristotelischen Theorie der fünf Elemente.
Als Vorbild für den blauen Vorhang diente der Künstlerin wohl das Ölbild der „Sixtinischen Madonna“.

Der Vorhang hat je nach Epoche in der Kunst eine besondere Stellung. Nach dem Bildersturm in der Reformationszeit verwendeten einige Künstler den Vorhang, um das Publikum darauf aufmerksam zu machen, dass sie nichts verbergen. Das hat damit zu tun, dass vor der Reformation die meisten Heiligenbilder hinter einem Vorhang verborgen waren, sodass die „normale“ Bevölkerung diese nicht sehen und sie mit ihrem Anblick nicht entwürdigen konnten. Zugleich kennzeichneten einige Künstler, wie Rembrandt (15.07.1606 – 04.10.1669) mit „Jakobssegen“ (1656), Jan Vermeer (31.10.1632 – 15.12.1675) mit „Briefleserin am offenen Fenster“ (1657 / 1959) oder El Greco (1541 – 07.04.1614) mit „Ganzfigurenporträt des Malteserritters Vincenzo Anastagi“ (1571 – 1576), ihre Bilder damit als ihr Hauptwerk.

Inwiefern Sabeth Faber an diese Künstler gedacht hat, sei dahin gestellt. Was man jedoch sagen kann, dass diese Karte in jeglicher Hinsicht exklusiv ist, nicht nur, dass diese Karte bisher die Aufwendigste ist (nach ihren eigenen Angaben saß sie mehr als vier Stunden an der Ausführung dieses Bildes), sondern auch mit Seidennähgarn gestickt (bis auf die pinke Blüte, die ist mit Baumwollnähgarn) ist.

Angaben zur exklusiven Faltkarte:
Titel: Salve Regina!
Größe (B x H): ca. 10,5 x 14,8 cm
Ausstattung: Faltkarte; innen mit Leinenpapier (Möglichkeit eines persönlichen Grußes und ähnliches), weißer Briefumschlag aus Leinenpapier
Preis: 45,90 € (je Faltkarte), zzgl. Versandkosten

Bei Interesse senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Materialverwendung und Herkunft (sofern ermittelbar):
Blau, Hellblau, Grüner und Roter Faden aus 100% Seide, Pinker Faden aus 100% Baumwolle (Made in Great Britian), Karte aus 200g/m2 (Made in Austria)


> Siehe auch: Achim von Arnim (): Lobgesang auf Maria


 

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