22. August 2021 Von Sabeth Faber Aus

Im Wald

Heute morgen beschloss ich demGarten Eden“ einen Besuch abzustatten. Für heute Nachmittag war Regen angekündigt, eventuell begleitet mit einem Gewitter, also war vormittags die beste Chance, bei trockenem Wetter loszugehen. Als ich losging war es bewölkt, laut Wetterapp hatten wir um die 17 Grad C.
Im „Garten Eden“ suchte ich einen Platz unter einem Baum auf, setzte mich unter einer Buche, verschaffte mir einen ersten Überblick. Zunächst fiel mir ein roter Pilz auf. Dass mir dieser Pilz als erstes auffiel, kommt nicht von Ungefähr, zum einen habe ich solche Pilze an dieser Stelle auch schon in der Vergangenheit gesehen, zum anderen ist die Farbe Rot für uns Menschen eine Signalfarbe. Auch wenn es sich nicht um einen Fliegenpilz handelt sondern um einen Buchen-Spei-Täubling ist er aber ähnlich giftig wie der erstgenannte Pilz. Danach fiel mir noch ein brauner Pilz auf, später erfuhr ich, dass es sich wohl um einen Buckel-Täubling handelt.
Ich lauschte nun dem Wasser, denn ganz in der Nähe dieses Platzes entspringt eine Quelle, das Wasser floss direkt vor mir. Und ich war über die Geräusche überrascht, denn es gluckste nicht nur, sondern es klang stellenweise so, als würde das Wasser in ein Gefäß laufen oder es klang, als würde das Wasser seinen Mund weit öffnen, ich weiß, das klingt merkwürdig, aber eine andere bessere Beschreibung habe ich im Moment nicht.

Tja, und dann kam es wie es kommen musste, es begann zu regnen. Zuerst dachte ich, ok, lass es regnen, es könnte sich um einen kurzen Schauer handeln. Während ich noch überlegte, ob ich meine Sachen packen sollte, fiel mir auf, wie Tropfen von den oberen Blättern auf die darunter liegende Pflanzen abflossen und diese dann an das Quellwasser weitergaben. Das Wasser spritzte so schön und mein Ehrgeiz war geweckt. Wie wäre es, wenn ich so etwas fotografiert bekäme. Eine Zeitlang probierte ich dies aber ohne Erfolg; eine Entscheidung hatte ich immer noch nicht getroffen. Ich zündete mir eine Zigarette an (einen Aschenbecher habe ich für unterwegs immer dabei), beschloss, danach eine Entscheidung zu treffen. Während ich einen Kontakt mit den Göttern versuchte zu schließen, so wie es amerikanische indigene Völker beim Rauchen tun, fiel mir plötzlich auf, wie Blätter im Regen glänzen. Das ist mir vorher noch nie so richtig aufgefallen.

  • Garten Eden, Siegen Geisweid, Birlenbach, Hüttental
    glänzende Blätter

Der Regen wurde stärker, ich packte meine Sachen und machte mich auf den Rückweg. Unterwegs fand ich noch weitere Pilze im Wald. Außerdem fiel mir auf, wie vielen Bäumen es nicht besonders gut geht und das sind nicht nur die Nadelbäume sondern hart betroffen sind Kastanienbäume, weniger hart die Ahornbäume.
Kaum kam ich zu Hause an, schien wieder die Sonne.



Diese Bilder unterliegen der Lizenz CC BY-ND 3.0 DE. Informationen zu der Lizenz findet man hier.


 

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