23. Mai 2021 Von Sabeth Faber Aus

Komm Heiliger Geist

Mit dem Beginn der CoronaPandemie in Deutschland war ich in keinem Gottesdienst mehr, so gesehen war es heute eine Premiere. In St. Marien Freudenberg hielt Pater Anthony gemeinsam mit dem Diakon Matthias Bauer Pfingstgottesdienst und ja, einerseits wurde meine Befürchtung bestätigt, nämlich dass es sich für mich komisch anfühlt, nicht mitsingen zu dürfen (leise habe ich es dennoch getan), andererseits wurde mir klar, wie sehr ich Messfeiern in den vergangenen Monaten vermisst habe.
In der Predigt sprach der Pater davon, dass Pfingsten das Fest ist, was Christen in Deutschland am ehesten genießen können, da sie weder Geschenke besorgen müssen wie Weihnachten, noch Eier anmalen (Ostern) oder sonstiges tun sollen. Sie dürfen und können den Heiligen Geist empfangen, in sich einkehren lassen. Ich kann dem Pater diesbezüglich nur zustimmen.
Am Ende des Gottesdienstes wurde das Pfingstgebet für den Pastoralen Raum Siegen-Freudenberg gesprochen, u.a. heißt es darin: „Wir bitten dich um den Geist der Einsicht, dass wir in der Lage sind auch die Meinungen und Lebensentwürfe anderer gelten lassen zu dürfen.“ (Das Gebet wurde von Markus Püttmann, Leiter von K3, verfasst). Dieser Satz arbeitet in mir, vor allem im Angesicht dessen, dass die katholische Kirche weiterhin die Segnung homosexueller Paare ablehnt. Selbstverständlich gilt dieser Satz für jeden, jedoch kann und will ich nicht verhehlen, dass ich es gut fände, wenn dies endlich auch bei den Amtsträgern ankommt. Vielleicht findet der Heilige Geist einen Weg zu ihnen.

Als ich aus der Kirche ging, stachen mir zwei Blumen ins Auge. Bei der blauvioletten Pflanze handelt es sich um die Gemeine Akelei. Erst später erfuhr ich, dass diese Pflanze im Mittelalter gerne in der Kunst verwendet wurde, da sie als Sinnbild für die Bescheidenheit / Demut von Maria Mutter Gottes galt. Die rotschwarze Pflanze ist vermutlich ebenfalls eine Art der Akelei, die häufig als Schwarzviolette Akelei bezeichnet wird.


 

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