Kunst braucht Zeit

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Reformator Jan Hus und der Tod

Es gibt Tage, die einen merkwürdigen Verlauf nehmen und heute ist so einer. Heute morgen wachte ich mit viel Enthusiasmus auf, der aber am frühen Nachmittag verschwunden war. Müdigkeit machte sich breit. Um dem entgegen zu wirken, ging ich eine Runde einkaufen, doch die Müdigkeit wollte nicht von meiner Seite weichen. Ich aß etwas, wollte nur mal kurz in der Mediathek (arte) vorbeischauen und blieb an dem zweiteiligen Film über Jan Hus hängen. Ich nahm mir vor, erst mal nur den ersten Teil anzuschauen, den zweiten Teil wollte ich mir später anschauen, nun ja, was soll ich sagen, ich schaute mir beide Teile hintereinander an. Jan Hus ist mir nicht besonders geläufig, den Namen habe ich zum ersten Mal 2017 im Zusammenhang der 500jährigen Reformation gehört. Vermutlich kann ich eher eine ganze Reihe von Heiligen aufzählen als Reformatoren, an solchen Stellen wird meine katholische Erziehung deutlich. Ich empfinde tiefen Respekt vor Menschen, die bereit sind, für ihre Überzeugung in den Tod zu gehen und das gilt für mich nicht nur im religiösen Bereich, der Philosoph Sokrates gehört für mich genauso dazu wie noch ein paar andere.
Nachdem ich die beiden Teile gesehen habe, bekam ich von einer Freundin eine Nachricht, die es in sich hat. Ihre Schwester ist vor ein paar Tagen urplötzlich gestorben, gestern war die Beerdigung. Zwischen ihr und der Schwester gab es einige Jahre Funkstille, doch offenbar scheint die Familie, die nun noch übrig ist, doch noch zusammenzufinden. Es würde mich für meine Freundin freuen.

Vorgestern und gestern habe ich den Frauen, die in diesem Jahr den Weltgebetstag in Geisweid vorbereitet haben, Post verschickt, natürlich nicht irgendeine, sondern ich habe jede von ihnen ein Fadenbild mit unterschiedlichen Motiven zugesendet (u.a. die Regenbogenkerze, Kreuz in Bewegung) als Überraschung. Den ganzen Tag war ich ungeduldig, da ich nicht sicher war, ob ich die Briefe ausreichend frankiert habe. Nachmittags erreichte mich dann die erlösende Nachricht, denn eine der Frauen bedankte sich bei mir. Da wusste ich, alles ist gut gegangen.

Es ist zwar schon spät, dennoch werde ich mich wohl noch ein wenig an die Arbeit setzen.

Das Foto habe ich in der Kirche „St. Maria Himmelfahrt“ in Olpe (siehe auch: Dörnschlade) aufgenommen.


 

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Thema von Anders Norén