31. Juli 2020 Von Sabeth Faber Aus

Amsel

Überall trifft man auf den schwarzen Vogel, zuweilen kann man ihn aus nächster Nähe beobachten. So erging es mir eines Tages. Ich saß im Garten und schaute, fast schon belustigt, der Amsel zu, wie sie lauscht, noch was anderes hört, und dann doch leer ausgeht und sich dann von dannen macht.

Mir fallen vor allem die männlichen Amseln in ihrem schwarzen Federkleid auf, die Weibchen mit ihrem braunen sehe ich nur selten. Amseln gehören zur Familie der Drosseln, werden mancherorts auch deshalb als Schwarzdrossel bezeichnet und leben überall dort, wo es Bäume und Sträucher gibt, bevorzugt in Menschennähe, denn da finden sie fast immer etwas Fressbares. Im Frühling und Sommer fressen sie gerne tierisches wie Regenwürmer und Schnecken, im Herbst und Winter Früchte, insbesondere Beeren wie die Vogelbeere.
Ihre Nester bauen sie überall dort, wo sie eine Lücke finden, das kann auch mal unterhalb einer Dachrinne sein, aber auch in Büschen und Bäumen. Sie legen zwischen drei bis fünf Eier, die Brut dauert um die vierzehn Tage, ebenso lang bleiben die Küken im Nest. Sie können im Jahr zwei- bis dreimal brüten.

Neulich saß ich auf einer Bank, hing meinen Gedanken nach und konnte plötzlich einer Amsel zuschauen, wie sie sich einer Vogelbeere nähert. Bevor sie eine pflückte, schaute sie sich mehrmals um, ob auch wirklich kein Feind in der Nähe ist und erst als sie sich sicher war, schnappte sie sich eine Beere und flog dann davon.

> Siehe auch: Max Dauthendey (): Die Amseln


Quelle:
Vgl. Walther Thiede: Vögel. Die heimischen Arten erkennen und bestimmen, BLV Naturführer – BLV Verlagsgesellschaft, München – Wien – Zürich, 1988 (8), S. 88


Diese Bilder unterliegen der Lizenz CC BY-ND 3.0 DE. Informationen zu der Lizenz findet man hier.


 

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