14. März 2020 Von Sabeth Faber Aus

Spaziergang im März

Endlich regnet es mal nicht und es ergriff mich die Sehnsucht einen ausführlichen Spaziergang im Wald zu machen. Ich packte meine Sachen und natürlich durfte mein Fotoapparat nicht fehlen.

Ich habe einen Waldweg genommen, der mir sehr vertraut ist, zumindest dachte ich das. Die erste Überraschung war bei einer Lichtung. Bisher war dort immer nur eine schmale unscheinbare Quelle, an der man sich sehr schön ausruhen, den Vögeln lauschen kann und hin und wieder begegnet man dort einem Eichhörnchen. Doch heute war es anders. Aus dieser unscheinbaren Quelle ist ein Bach geworden. Offenbar hat man dort Schotter hingebracht, so dass das Wasser nicht mehr so schnell versickern kann, an meine Lieblingsstelle hinzukommen war heute undenkbar. Naja, klein kriegen lasse ich mich nicht, also ging ich weiter. Und dann entdeckte ich hintereinander zwei Ameisenhaufen aber oh weh! Wer hat diese Haufen zerstört? Als ich den ersten Haufen sah, überlegte ich noch, ob eventuell ein Tier sich daran gelarbt hat, als ich aber den nächsten sah, da wir mir klar, hier wurde bewusst der Haufen zerstört. Mich macht so etwas unglaublich traurig.

Zwischendurch war ich immer wieder erstaunt, wie viele Insekten ich jetzt schon im März sehen konnte, kleine Falter waren unterwegs und ja, ich habe sogar einen Zitronenfalter gesehen, doch der war einfach zu schnell, um ihn fotografiert zu bekommen. Und dann sah ich einen abgesägten Baumstamm, und an seinen Wurzeln jede Menge Moos und Flechten. Also ich finde, dieses Kunstwerk sieht aus wie ein umgedrehter unreifer Blumenkohl.
     Dann kam ich an einer weiteren Lichtung an. Von dort aus konnte ich unsere hiesige Universität fotografieren und einen Teil der Stahlwerke (früher Krupp Stahl, keine Ahnung, wie sie sich nun nennen). Ich brauchte mich nur um ungefähr 90 Grad drehen um die evangelische Kirche auf dem anderen Hügel zu entdecken.
     Auf dem Weg nach Hause entdeckte ich dann einige Glockenblumen und andere Blümchen. Außerdem war plötzlich eine Amsel ganz nah vor mir. Ich blieb stehen, beobachtete, wie sie sich mir gegenüber verhalten wird, denn gesehen hat sie mich, denn sie flog ein wenig weiter. Ich dachte mir, nutze die Gelegenheit und mache so viele Bilder von ihr wie ich kann. Doch dann kam von oben noch jemand und zack, weg war sie.


Diese Bilder unterliegen der Lizenz CC BY-ND 3.0 DE. Informationen zu der Lizenz findet man hier.


 

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