Literatur

Magischer Realismus

Sabeth Faber las das Märchen Der Fischer und seine Frau von den Gebrüdern Grimm (vgl. Traum und Wirklichkeit). Da ihr die übliche Darstellung nicht behagt, häufig wird ein Mann am See dargestellt, der gerade ein Netz mit einem Fisch herausholt, möchte sie neue Wege gehen und kam auf die Idee, einen Steg zu malen, Design, Krone, Regenbogen, Himmel, See, Aquarell, Moderne Kunst, Steg, violett, Märchen, Der Fischer und seine Frau, Gebrüder Grimm, Modern Art, Märchen, Grafikdesignder es jedoch in sich hat, im Dunkeln darüber zu gehen, könnte gefährlich werden. Rechts neben dem Steg ist eine umgekehrte Krone, die zugleich eine Wasserspiegelung des Regenbogens zeigt.

Den Titel des Aquarells wählte die Künstlerin als Persiflage für ständig neue Begrifflichkeiten in der Malerei und Literatur. Ursprünglich war der Magische Realismus ein Teil der Neuen Sachlichkeit bzw. Expressionismus und bedeutet nichts anderes als eine Art Dritte Realität. Den Begriff führte der Kunstkritiker Franz Roh (21.02.1890 – 30.12.1965) in den 1920er Jahre ein.
All das geht der Künstlerin ein wenig zu weit, denn aus ihrer Sicht vermeidet man nur damit den Begriff Märchenhaft, da dies zu sehr ans kindhafte und an die Epoche der Romantik anklingt.

Mit dieser Grafik gibt die Künstlerin den Betrachtern deutlich mehr Spielraum der Interpretation an die Hand als die ansonsten geläufigen Märchendarstellungen und eignet sich deshalb auch zur Darstellung des Gedichts „Das ist der Tag“ von Rainer Maria Rilke.


> Mehr zum Thema: siehe Literatur als Inspirationsquelle

> Rainer Maria Rilke (): Das ist der Tag

 

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