Niederfischbach

Großblütiges Springkraut

Großblütiges Springkraut, Illustration, Gemeinfrei

Als ich in Niederfischbach im Wald in einer Lichtung saß, stand vor mir das Großblütige Springkraut, daneben war die Fuchs’ Greiskraut. Beide Pflanzen fielen mir vielleicht auch deshalb auf, weil sie neben all dem Grün gelbe Blüten haben und somit sich vom Hintergrund abhoben.

Da sich das Kleinblütige Springkraut von dem Großblütigen Springkraut kaum unterscheidet, so kann man diese jedoch anhand der Blüten verifizieren, denn das Großblütige Springkraut, welches auch unter der Bezeichnung „Rühr mich nicht an“ (lateinische Bezeichnung: Impatiens noli-tangere) bekannt ist, hat rot punktierte gelbe Blüten. Beide Pflanzen gehören zu der Familie der Balsamingewächse, sind leicht giftig und einjährig. Die kelchartigen Blüten bestehen aus insgesamt vier Blütenblättern, die Pflanze blüht zwischen Juli und August und kann eine Wuchshöhe von insgesamt einen Meter erreichen. Häufig kommt sie in Gruppen vor.
Sie mögen eine feuchte Umgebung, der Boden sollte humusreich sein.
Durch die Spannungen in den reifen Fruchtkörpern platzen die Blüten wie von selbst oder durch Berührung auf, ähnlich wie bei einer Mimose, und schleudern die Samen bis zu drei Meter von sich weg. Und die Pflanze weist noch eine Besonderheit auf: Auf den Blatträndern sind zuweilen Wassertropfen, welches sie selber aktiv ausscheidet.


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Quelle:

Vgl. Margot Spohn, Dietmar Aichele, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn: Was blüht denn da? Sicher nach Farbe bestimmen. Extra: Bäume, Sträucher, Gräser, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2008, S. 328

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