Pfau

Aufgrund seines Federkleides ist der Pfau, insbesondere das männliche Tier, für Fotografen aber auch in der Kunst beliebt.

Der Pfau gehört zu der Familie der Fasanenartigen und sein wissenschaftlicher Name lautet: Pavo cristatus. Ursprünglich stammt der Pfau aus Indien (siehe auch: Verbeugung vor dem Taj Mahal). Vor ca. 4000 Jahren brachten ihn Menschen nach Ägypten (siehe auch: Kairo im Mondschein), später war er auch bei den Römern beliebt, vor allem wegen seines Fleisches.
Während das Federkleid der Henne nahezu unscheinbar wirkt, fällt der Hahn mit seinem blauen, zuweilen türkisen Federkleid auf. Aber was uns Menschen noch mehr fasziniert, ist, wenn er seine Schwanzfedern zu einem Rad aufschlägt und wir die gefühlten tausend Augen sehen können, jedoch sollen sie vor allem Fressfeinde abschrecken.
Der Pfau ist zwar nicht flugunfähig aber er kommt weder weit noch kann er an Höhe gewinnen, deshalb flieht er bei Gefahr lieber ins Gebüsch.

In zahlreichen Legenden und Mythologien spielt der Pfau eine Rolle. Wer das genauer wissen möchte, kann dies bei () Wikipedia nachlesen. In diesem Artikel wird sich auf das Christentum beschränkt.
Was vielen nicht so bekannt ist, der Pfau wurde bis ins Mittelalter hinein als Symbol für Gott verwendet, vermutlich hat dies mit den zahlreichen Augen an seinen Schwanzfedern zu tun. Im 4. Jahrhundert ist man davon überzeugt, dass das Fleisch nicht verwesen könne, Augustinus beschreibt das in seinem Buch „De civitate die“ (21,4). In der Kunst wurden häufig Engeln eine Pfauenfeder dazu gegeben, wie beispielsweise Verkündigung des Engels Gabriels von Johann van Eyck (um 1390 – 09.07.1441, je nach Angabe variiert das Todesdatum). Zuweilen findet man den Pfau aber auch in der heutigen Kunst wie inHimmelstür“. Darin sind um die Himmelspforte 12 Pfauenaugen zu sehen (Symbol für Apostel) und auf der Höhle in der unmittelbaren Nähe des Käfigs liegt eine große Pfauenfeder als ein Sinnbild für Gott.
Irgendwann begann man, dem Pfau auch negative Attribute zuzulegen, Stolz“ ist so eines.
In der GrafikBesuch bei Rembrandtbleibt unklar, welche Stellung der Pfau in dem Bild hat, es könnte aber durchaus mit „Stolz“ zusammenhängen.
Es kursiert die Legende, dass dem Heiligen Liborius ein Pfau den Weg nach Paderborn zeigte. Liborius ist der Schutzheilige vom Erzbistum Paderborn und natürlich gehört zu seinen Attributen auch Pfauenfedern, darüber hinaus auch Steinchen.

Im Tierpark Niederfischbach (siehe auch: Bürgerpark Niederfischbach) kann man einige Pfauen sehen, sie laufen im Park frei herum. Die Fotos sind auch dort gemacht worden.


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Quellen:

Vgl. Wikipedia (): Blauer Pfau, zuletzt besucht am 31.07.2021

Vgl. Wolfgang Menzel: Christliche Symbolik, G. Joseph Manz Verlag, Regensburg 1854, S. 217 f.

Vgl. Erzbistum Paderborn (): Der heilige Liborius. Liborius – ein Heiliger, der zwei Völker verbindet, zuletzt besucht am 31.07.2021 


Diese Bilder unterliegen der Lizenz CC BY-ND 3.0 DE. Informationen zu der Lizenz findet man hier

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