24. November 2021 Von Sabeth Faber Aus

Wolkenkunst

Gelegentlich passiert es, dass ich bei einem Besuch in einem Museum vor einem Bild hängen bleibe und so manches mal bin ich froh, dass man meine Gedanken dabei nicht erraten kann, ich glaube nämlich, dass so manch einer irritiert wäre, wenn er wüsste, was mich gerade an so einem Gemälde fasziniert. Es sind dabei nicht immer die vordergründigen Motive sondern die den Hintergrund ausmachen. Insbesondere bewundere ich all die alten Meister, denen es gelungen ist, einen wunderschönen Himmel mit Wolken aller Art zu kreieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich nur allzu gut, wie herausfordernd dies sein kann. Einer der bekanntesten, der die Naturstimmung mithilfe von Wolken darstellen konnte wie kein zweiter, war der englische Maler William Turner (23.04.1775 – 19.12.1851). Ein vergleichbares Bild ist mir mit „himmelblau und Wolken“ gelungen. Ganz besonders gut gelingt es einem, ein Stimmungsbild aufzunehmen, wenn man mitten am Tag die letzten Minuten vor einem Gewitter erwischt, wenn alles sehr düster ausschaut wie in „kurz vor einem Gewitter“.

  • einzelne Sonnenstrahlen durchbrechen die Wolkendecke

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die stundenlang auf einer Wiese liegen kann und völlig fasziniert auf die Wolken schaut, manchmal fotografiere ich am laufenden Band aus der Sorge heraus, ich könnte das ultimative Bild verpassen. Im Normalfall suche ich dafür Plätze und Orte auf, wo ich mutterseelenallein sein kann.

Was ich besonders dabei mag sind Formationen, die mal ungewöhnlich sein können, wie dieRegenbogenwolke“, oder was ich auch sehr liebe, sind Zusammenhänge zu finden, die eigentlich nicht sein können. Solche Bilder entstehen hauptsächlich dann, wenn ich meine Position ändere und dabei eine Perspektive erhalte, die aus dem Unmöglichen eine Realität schafft, wie in „Wolkenfeder berührt Graskolben“. Auf diese Idee hat mich vor vielen vielen Jahren eine Künstlerin aus Düsseldorf gebracht. Blöderweise weiß ich ihren Namen nicht mehr. Sie hatte für eine Ausstellung Frauen in ihrem Privatbereich fotografiert aber so, als würde der gesamte Raum ins Rutschen kommen. Diese Bilder haben es mir sehr angetan.

Diese Bilder unterliegen der Lizenz CC BY-ND 3.0 DE. Informationen zu der Lizenz findet man hier.


 

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