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Street Art St. Martin

Vielleicht erinnert man sich noch an den Herbst 2020 als es bundesweit den Lockdown gab. Dabei standen die Kindergärten immer wieder im Fokus und es wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern die Kinder Antreiber der Corona-Pandemie sind. Inzwischen hat unser Gesundheitsminister Karl Lauterbach anhand einer Studie deutlich gemacht, dass zu keinem Zeitpunkt eine ernsthafte Gefahr von den Kindern ausging. Leider erreicht uns die Nachricht zu spät, Kinder durften zweitweise weder den Kindergarten noch die Schulen besuchen mit dementsprechenden Auswirkungen.

Eines mag ich überhaupt nicht: das Gefühl von Ausgeliefertsein, von Ohnmacht, von Untätigkeit. Also überlegte ich mir kurzerhand, wem ich möglicherweise eine Freude machen könnte, ohne dass ich als Person dabei in Erscheinung trete. Nach kurzen Überlegungen und der Begeisterung für Street-Art kam ich zu dem Schluss, Strickbilder zu erstellen.
Zunächst ging es mir darum, meine ganzen Wollreste sinnvoll zu nutzen, doch schon bald war mir das zu langweilig und überlegte, welche Bilder den Menschen gefallen könnte. Sehr früh war mir klar, dass ich als ich erstes einen unserer hiesigen Kindergärten beglücken möchte, zufällig handelt es sich genau um den Kindergarten, den ich selber als Kind besucht hatte. Zufälle gibt es …

St. Martin stand vor der Tür, also kreierte ich die Bilder so, dass möglichst die Kinder einen Wiedererkennungswert haben, wie Sterne, da aber auch Eulen beliebt sind, wollte ich natürlich auch dem gerecht werden.

Wenn ich mich recht entsinne, gab es damals in dem besagten Kindergarten vier Gruppen, deshalb auch vier Bilder. Diese Bilder sind so konstruiert, dass man, sofern man das möchte, auch ein Kissen daraus machen kann.
Zudem bin ich ein großer Fan, davon, dass Menschen selbst entscheiden können, was sie haben möchten und was nicht; von daher kommt es für mich gar nicht infrage, mit Spraydosen durch die Gegend zu laufen. Natürlich vertrete ich den Standpunkt, dass Kunst in den öffentlichen Raum gehört, ich finde jedoch, dass letztendlich jeder für sich entscheiden kann, ob er oder sie diese Art von Kunst bei sich haben möchte, das gilt für mich übrigens auch für Institutionen.


 

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