Kunst braucht Zeit

Grafikdesign, exclusive Grußkarten und Fotografie

Kunstszene: 28. März




1483

Raffaello Sanzio da Urbino

Mit dem Namen Raffael verbindet man große Kunst und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sein Name auch heutzutage für die meisten Menschen ein Begriff ist. Andererseits sollte man auch nicht verhehlen, dass seine Gemälde nicht immer so bekannt sind, wie man meinen könnte oder besser gesagt, wir kennen seine Gemälde aber nicht den Künstlernamen, wie eine Umfrage über die Putten im Bild „Sixtinische Madonna“ zeigte.

Der italienische Künstler trägt den vollen Namen Raffaello Sanzio da Urbino. Sein Start ins Leben war eher schwierig, als er etwa acht Jahre alt war, starb seine Mutter.
Als junger Mann trat er in die Werkstatt von Pietro Vanucci (um 1446 – 1523) in Perugia. Dort erlernte er zügig sämtliche Fähigkeiten, die ein Maler braucht und schon mit etwa 17 Jahren wurde er Meister genannt.

Das Gemälde „Sixtinische Madonna“ fertigte Raffael in den Jahren 1512 / 1513 an. Es war eine Arbeit, die ihm der Papst Julius II. aufgetragen hatte.
Den Mittelpunkt des Gemäldes bildet Maria mit ihrem Sohn, links im Bild ist der Heilige Sixtus und rechts die Heilige Barbara (Namensfest: 4. Dezember) Diese beiden Figuren sind nicht zufällig in dieser Darstellung, da dieses Gemälde für die Klosterkirche San Sisto in Piacenza bestimmt war. In dieser Klosterkirche waren die Reliquien der beiden Heiligen aufbewahrt.
Links unten im Bild sieht man einen Teil der päpstlichen Krone, in der Mitte sind die beiden weltberühmten Putten, die vielfach vermarktet wurden.

Maria geht barfuß über Wolken, befindet sich demnach im Himmel. Ihr Kleid ist rot, darüber trägt sie einen blauen Mantel, ihr Haar ist mit einem verzierten goldenem Tuch, der sich im Wind aufbläht, bedeckt. Um ihren Hals liegt locker ein weißes Tuch mit Goldfäden durchzogen. Ihr Blick geht nach unten, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass dieses Gemälde für den Hochaltar der Klosterkirche bestimmt war, das bedeutet, dass das Publikum zu ihr aufschaut und sie auf sie nieder schaut, jedoch schaut sie diese nicht direkt an, sondern ihr Blick geht leicht nach rechts. Sie schaut ernst aus, fast schon traurig oder melancholisch. Ihr Sohn ist hingegen nackt und für sein Kleinkindalter sitzt er wie ein alter Herr, fast schon wie ein Pascha, auf dem rechten Arm seiner Mutter. Sein Blick geht gerade aus und wenn man genau hinschaut, könnte man meinen, dass sein Blick ganz leicht nach oben geht. Somit decken diese beiden Figuren gemeinsam ungefähr in der Senkrechte einen 180 Grad Winkel ab.
Sixtus trägt das Papstgewand, seine Haare haben die typische Frisur damaliger Mönche. Mithilfe der rechten Hand hält er seinen goldenen Mantel zusammen, seine linke Hand weist nach vorn, sein Zeigefinger zeigt leicht nach oben. Diese Handbewegung ist demnach nicht moralisch (hinsichtlich des Publikums) aufgeladen. Während Sixtus auf die Madonna mit ihrem Kind schaut, blickt die Heilige Barbara über ihre linke Schulter, wendet sich vom Zentrum ab. Ihr Kleid ist aus den Farben blau, grün und orange zusammengesetzt. Stellenweise handelt es sich bei dem Blau um denselben Farbton wie bei Maria, kann also als Hinweis auf Heiligkeit bzw. Besonderheit der Person interpretiert werden. Zudem war es früher in der Zeit von Raffael ein kostspieliges Unterfangen, die Farbe Blau herzustellen und war deshalb bei Darstellungen auf Maria und Könige im Normalfall beschränkt. Man kann es also auch in diesem Gemälde als Hinweis auf die Herkunft von Barbara, ihr Vater war ein reicher Kaufmann, betrachten. Grün gilt in der christlichen Symbolik als die Farbe der Reinigung, auch dies ist ein Bezug zur Person Barbara. Sie war nicht von Geburt an Christin sondern wurde es in jungen Jahren, gegen den Willen ihres Vaters. Die Farbe Orange ist nicht eindeutig, es könnte sich um einen Ersatz für eine Fackel (ein Attribut von ihr), genauso gut könnte es sich um den Ausdruck ihrer Lebensfreude handeln. Andererseits wird die Farbe Orange auch in einem düsteren Umfeld noch erkannt und könnte demnach ein Hinweis auf die Bergleute, für die sie Schutzpatronin ist, sein. Um ihre linke Schulter liegt locker ein weißes Tuch und zwar derart, wie Bergleute ihre Seile, wenn sie in den Stollen hinabsteigen, tragen. Am Ende des Tuches / Schal sind rote Fransen.
Im Hintergrund der Heiligen Barbara ist ein Turm angedeutet, ein Hinweis auf die Legende, dass ihr Vater, nachdem er von ihr erfährt, dass sie zum Christentum konvertieren möchte, in einen Turm einsperrt.
Über beide Heilige schwebt ein dünner goldener Reif, ein Hinweis auf ihre Heiligkeit.
Die beiden Putten unten im Bild schauen beide nach oben, wohin, lässt sich für das Publikum nicht ausmachen, offenbar ist da aber etwas, denn beide schauen in dieselbe Richtung.

Links und rechts von der Madonna ist der dunkelgrüne Vorhang geöffnet. Genauere Informationen und Bedeutung hierzu kann man unterSalve Regina!nachlesen.
Im Hintergrund sind etliche Köpfe zu sehen, die allesamt auf Maria mit ihrem Kind blicken. Es handelt sich hierbei um Kinderköpfe, die vermutlich Engel darstellen, da sie eine Ähnlichkeit mit den beiden Putten unten im Bild aufweisen.

Diese unglaublich gut durchdachte Bildkomposition hat unter anderem auch Sabeth Faber in mindestens drei Bildern inspiriert, insbesondere der Vorhang scheint es ihr angetan zu haben. Es handelt sich, wie oben erwähnt, um die exklusive FaltkarteSalve Regina!“, um die GrafikIm Abseitsund um die GrafikMan muss nicht immer der Erste sein“.

Dieses berühmte Gemälde verließ im 18. Jahrhundert Italien, August III., der ein großer Sammler von Kunstwerken war, erwarb dieses Bild und am 1. März 1754 kam es in Dresden an, wo es sich bis heute befindet und für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Man ist sich uneinig, wann Raffael genau geboren wurde, man streitet sich darüber ob er am 28. März oder am 6. April 1483 geboren wurde.

> Weitere Infos zur exklusiven Karte: Salve Regina!


Quellen:
Vgl. Wikipedia (): Raffael, zuletzt besucht am 21.07.2021
Vgl. Wikipedia (): Sixtinische Madonna, zuletzt besucht am 22.07.2021
Vgl. Katholisch.de (): Gedenktag: 4. Dezember. Heilige Barbara: Legendäre Märtyrerin, zuletzt besucht am 22.07.2021


 

Folgen Sie uns:

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

© 2021 Kunst braucht Zeit

Thema von Anders Norén