Der Sturm

Nachdem das Sturmtief „Sabine“ über Deutschland hinweg gefegt war und in der Woche zuvor auch noch der sogenannte Dammbruch in Thüringen geschah, sah sich Sabeth Faber veranlasst, das Aquarell „Der Sturm“ zu kreieren.

Die Winterlandschaft ist in weiß-schwarz gehalten, dadurch hebt sich die braun-gelbe Blume ab. Die Blume agiert als Mensch, ist im Vergleich zur Landschaft riesengroß. Auch die Blume verliert im Sturm einige Blütenblätter, die sich mit den anderen Blättern vermengen.

Sabeth Faber setzt sich zeitweise mit dem Impressionismus und Expressionismus auseinander, von daher war für sie naheliegend, ihrem Aquarell diesen Titel zu verpassen, denn die Literaturzeitschrift „Der Sturm“ (Erstausgabe: 03.03.1910) von Herwarth Walden (16.09.1878 – 31.10.1941) herausgegeben, ist ihr sehr präsent. Aus der gleichen Zeit stammt auch das Gedicht „Aus einer Sturmnachtvon Rainer Maria Rilke. Der Inhalt des Gedichts kommt teilweise sehr nahe an die Intention der Künstlerin.

Das Aquarell ist eindeutig als Kritik zu verstehen sofern man über die Kenntnis verfügt, dass es die Künstlerin regelrecht umtreibt, dass der Faschismus wieder derart um sich greift.

 

> Das Aquarell gehört zur Werkgruppe Literatur sowie zur Werkgruppe Natur.

Angaben zum Bild:

Titel: Der Sturm
Aquarell
fertig gestellt: 10.02.2020

Größe: 24 cm x 17 cm
Signatur: hinten

Mehr zum Thema: siehe Miniaturen 

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