Kalenderblatt: 2. Oktober




Louise-Madeleine Cochin

In erster Linie machte sich Louise-Madeleine Cochin als Kupferstecherin einen Namen, jedoch malte sie auch wie beispielsweise den Bilderzyklus über das Frauenkloster Port Royal des Champs. Aus diesem Zyklus stammt auch das Bild „Pflege der Kranken“ (1710). Obgleich der Barock in jener Zeit vorherrschend war, malte die französische Künstlerin im Klassizistischen Stil, inhaltlich bewegt sie sich aber nicht in der Antike wie es innerhalb dieses Stils häufig der Fall war sondern im Christlichen.

Der Raum, in dem die fünf Nonnen ihrer Tätigkeit als Pflegerinnen nachgehen, ist nüchtern und trotz der grauen Rückwand wirkt das Bild hell und freundlich. Auf dem Tisch sind übliche Utensilien für die Krankenpflege zu Beginn des 18. Jahrhunderts, an der rechten Wand hängt ein Bild des Gekreuzigten. Im Vordergrund kniet eine Nonne vor einer Frau, die offenbar ein Problem mit ihrem Bein hat. Diese Szene lässt einen stark an das Motiv vom Gründonnerstag (Fußwaschung Jesu bei seinen Aposteln) erinnern. Was die Patientin im Hintergrund für ein Leiden hat, lässt sich nicht genau bestimmen, vielleicht wird ein Aderlass genommen, was häufig vorkam, vor allem dann, wenn sich eine Erkrankung nicht genau bestimmen ließ.

Durch die Nüchternheit der Darstellung wird die Aktivität der Personen in den Vordergrund gerückt.

Ein Teil ihres Werkes wird in der Bibliothèque nationale de France aufbewahrt.

Louise-Madeleine Cochin, geborene Horthemels, starb im Alter von etwa 81 Jahren am 2. Oktober 1767 in Paris. Sie hinterließ zwei Kinder.

Siehe vollständige Grafik: Tag und Nacht


Quellenangabe: Wikipedia (): Louise-Madeleine Cochin, zuletzt besucht am 28.12.2020

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